Fußgängertraining – sicher unterwegs im Straßenverkehr

Sich sicher und möglichst selbstständig im öffentlichen Raum bewegen zu können, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Unterrichts. Deshalb findet an unserer Schule einmal jährlich ein Fußgängertraining in Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule der Polizei statt.

Dabei bleibt es nicht bei Verkehrsregeln im Klassenzimmer: Gemeinsam mit den Verkehrssicherheitsberater*innen der Polizei gehen die einzelnen Klassen in die Umgebung unserer Schule und üben das richtige Verhalten direkt im realen Straßenverkehr.

Verkehrssicherheit praktisch lernen

Wie überquere ich eine Straße sicher? Wo kann ich gut sehen – und von anderen gesehen werden? Wie verhalte ich mich an einem Fußgängerüberweg? Worauf muss ich bei Ein- und Ausfahrten, parkenden Fahrzeugen oder unübersichtlichen Straßenstellen achten?

Solche Situationen werden während des Fußgängertrainings gemeinsam betrachtet und praktisch geübt. Die Schüler*innen lernen, stehen zu bleiben, den Verkehr aufmerksam zu beobachten und eine Situation einzuschätzen, bevor sie handeln.

Dabei werden auch Verkehrszeichen, Gehwege, Fußgängerüberwege und unterschiedliche Gefahrenstellen in den Blick genommen.

Üben dort, wo Verkehr tatsächlich stattfindet

Verkehrssicherheit lässt sich nicht allein durch Bilder, Arbeitsblätter oder Gespräche vermitteln. Deshalb hat das praktische Üben im realen Straßenverkehr für uns einen besonderen Stellenwert.

In kleinen, überschaubaren Situationen können Abläufe wiederholt und gefestigt werden. Die Anforderungen und die notwendige Unterstützung richten sich dabei nach den individuellen Möglichkeiten der Schüler*innen.

Wiederholung spielt eine wichtige Rolle: Je häufiger bekannte Abläufe in unterschiedlichen Situationen erprobt werden, desto sicherer können sie angewendet werden.

Wahrnehmen, einschätzen und entscheiden

Sicheres Verhalten als Fußgänger*in verlangt mehr als das Kennen einzelner Verkehrsregeln. Verkehrssituationen verändern sich ständig und müssen immer wieder neu wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Die Schüler*innen üben deshalb, ihre Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Aspekte gleichzeitig zu richten: Fahrzeuge sehen und hören, Entfernungen wahrnehmen, Bewegungen beobachten, mögliche Gefahren erkennen und den richtigen Zeitpunkt zum Überqueren einer Straße abwarten.

Dabei geht es nicht darum, Angst vor dem Straßenverkehr zu entwickeln. Ziel ist ein aufmerksamer, vorausschauender und möglichst selbstständiger Umgang mit Verkehrssituationen.

Mobilität bedeutet Teilhabe

Für unsere Schüler*innen hat Verkehrserziehung eine besondere Bedeutung. Wer sich zunehmend sicher im Straßenverkehr bewegen kann, gewinnt Möglichkeiten, Wege selbstständiger zurückzulegen und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Das Fußgängertraining ist deshalb nicht nur Verkehrserziehung. Es verbindet Sicherheit, Orientierung, Wahrnehmung, Selbstständigkeit und Mobilität miteinander.

Die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule der Polizei ergänzt unsere schulische Verkehrserziehung durch fachkundige Begleitung und vor allem durch praktische Erfahrungen.

Unser Ziel ist es, unsere Schüler*innen Schritt für Schritt dabei zu unterstützen, sich möglichst sicher, aufmerksam und selbstständig im öffentlichen Raum zu bewegen.