Mit dem Löwen lesen und schreiben
Warum ist es eigentlich wichtig, lesen und schreiben zu können? Und was passiert, wenn man jemandem etwas mitteilen möchte, es aber noch nicht selbst aufschreiben kann?
Einen besonderen Zugang zu diesen Fragen bot das Bilderbuch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ von Martin Baltscheit. Die Geschichte verbindet Humor und anschauliche Bilder mit einem Thema, das unmittelbar zum Lesen und Schreiben führt.
Im Mittelpunkt steht ein Löwe, der einer Löwin gerne einen Brief schreiben möchte. Weil er selbst nicht schreiben kann, bittet er andere Tiere um Hilfe. Doch deren Briefe sagen nie das aus, was der Löwe eigentlich mitteilen möchte. Schließlich wird deutlich: Wer selbst lesen und schreiben kann, kann eigene Gedanken, Wünsche und Gefühle in Worte fassen und anderen mitteilen.
Eine Geschichte auf vielen Wegen entdecken
Im Unterricht beschäftigten sich die Schülerinnen intensiv mit der Handlung und den Bildern des Buches. Die Geschichte wurde gemeinsam betrachtet, gelesen und besprochen. Dabei konnten die Schülerinnen – entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten – Bilder deuten, Handlungsabläufe nachvollziehen, Zusammenhänge erkennen und sich mit den Figuren und ihren unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen.
Besonders lebendig wurde die Geschichte im Rollenspiel. Szenen wurden nachgespielt und eigene Ideen entwickelt, wie die Geschichte auch anders enden könnte. Dadurch waren neben dem Lesen und Verstehen auch Sprache, Ausdruck, Fantasie und gemeinsames Handeln gefragt.
Lesen und Schreiben haben einen Sinn
Das Buch bot zugleich einen guten Anlass, darüber nachzudenken, wozu wir Schrift im Alltag überhaupt brauchen. Schreiben ermöglicht uns, anderen etwas mitzuteilen, Informationen festzuhalten und eigene Gedanken auszudrücken. Lesen wiederum hilft uns, die Mitteilungen und Gedanken anderer zu verstehen.
Damit wurde Lesen und Schreiben nicht nur als etwas erlebt, das in der Schule geübt werden muss, sondern als Möglichkeit zur Kommunikation und Teilhabe.
Die Arbeit mit dem Bilderbuch verband so Literatur, Schriftspracherwerb, Kommunikation und kreatives Spiel. Die Geschichte wurde nicht nur gelesen, sondern auf unterschiedliche Weise erlebt, verstanden und weitergedacht.








