Gärtnern für Mensch und Natur

Im Frühjahr 2021 entstand auf unserem Schulgelände ein neuer Lern- und Erfahrungsraum. Auf einer bis dahin ungenutzten Fläche legten Schüler*innen verschiedene Beete an, in denen Gemüse, Kräuter und bienenfreundliche Blühpflanzen wachsen sollten.

Von Anfang an war dabei viel Eigeninitiative gefragt. Die Fläche wurde von Bewuchs befreit, der Boden vorbereitet und die Erde geglättet. Anschließend entstanden unterschiedliche Beetformen: ein Hügelbeet, ein kleineres eingefasstes Beet und ein großes Hochbeet, das der Schule im Rahmen einer Spendenaktion zur Verfügung gestellt worden war.

Die Schüler*innen waren an allen Arbeitsschritten beteiligt. Sie schraubten, strichen, gruben, jäteten, pflanzten und gossen. Auf diese Weise wurde aus der Gartenarbeit ein handlungsorientiertes Lernangebot, bei dem Planung, Zusammenarbeit und praktisches Arbeiten unmittelbar miteinander verbunden waren.

Vom Pflanzen zum Beobachten und Ernten

Nach und nach wurden die Beete mit Blumen, Gemüse und Kräutern bepflanzt. Erdbeeren, Salat, Gurken und Tomaten machten Wachstum und Entwicklung unmittelbar erfahrbar. Die Pflanzen mussten regelmäßig versorgt werden – und schließlich konnte beobachtet werden, was aus der gemeinsamen Arbeit entstand.

Gleichzeitig waren die Beete als Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten gedacht. Passend dazu beschäftigten sich die Schüler*innen im Sachunterricht mit der Lebensweise der Biene und ihrer Bedeutung für die Natur. Was im Unterricht erarbeitet wurde, konnte draußen weiter beobachtet und entdeckt werden.

So verbindet das Gärtnern auf dem Schulgelände unterschiedliche Lernbereiche: Naturbeobachtung und Umweltbildung ebenso wie praktisches Arbeiten, Verantwortungsübernahme und gemeinsames Handeln.

Die Beete zeigen dabei ganz unmittelbar: Wer pflanzt, pflegt und Verantwortung übernimmt, kann erleben, wie aus der eigenen Arbeit etwas wächst.