Umgang mit Mengen, Größen und Zahlen

Mathematik begegnet uns überall im Schulalltag: Wie viele Teller brauchen wir für das gemeinsame Frühstück? Welcher Becher ist voll, welcher leer? Was kostet ein Brötchen? Wann fährt der Bus? Wie lange dauert die Pause? Wie viel Mehl brauchen wir für einen Kuchen?

Schon in der Unterstufe sammeln unsere Schüler*innen grundlegende mathematische Erfahrungen. Sie sortieren Gegenstände nach Farbe, Form oder Größe, bilden Reihen, vergleichen Mengen, zählen konkrete Dinge und verbinden Zahlen mit Mengen. Dabei wird viel angefasst, gelegt, sortiert, ausprobiert und handelnd erfahren.

Mit zunehmenden Fähigkeiten werden Zahlenräume erweitert und erste Rechenoperationen angebahnt oder gefestigt. Die Schüler*innen zählen, vergleichen und ordnen Zahlen, lösen Additions- und Subtraktionsaufgaben und arbeiten – je nach individuellem Lernstand – auch mit größeren Zahlenräumen und weiteren Rechenoperationen.

Eine besondere Bedeutung haben Größen, die im täglichen Leben gebraucht werden. Die Schüler*innen lernen beispielsweise, mit Geld umzugehen, Preise zu vergleichen und zu bezahlen. Sie beschäftigen sich mit Uhrzeiten und Zeitspannen, messen Längen und Gewichte oder lernen beim Kochen und Backen Mengen und Maße kennen.

In den höheren Klassen und besonders in der Berufsschulstufe werden diese Kenntnisse zunehmend in lebenspraktischen und beruflichen Situationen angewendet: beim Einkaufen, bei der Planung eines Tagesablaufs, beim Arbeiten nach Rezepten, beim Umgang mit Arbeitszeiten oder bei Tätigkeiten im Rahmen der Berufsvorbereitung.

Die Lernwege unserer Schülerinnen sind dabei sehr unterschiedlich. Vom Erkennen einer kleinen Menge bis zum selbstständigen Bezahlen eines Einkaufs kann mathematisches Lernen ganz verschieden aussehen. Entscheidend ist, dass jeder Schüler*in auf dem eigenen Lernstand anknüpfen und mathematische Fähigkeiten erwerben kann, die zu mehr Orientierung und Selbstständigkeit im Alltag beitragen.